Wie wäre es mit internationalen Sanktionen gegen die USA?

Von Marco Maier

Jahrzehntelang nimmt sich Washington schon das Recht heraus, Sanktionen nach Belieben zu verhängen – und für sich selbst Hintertürchen offen zu lassen. Wie wäre es einmal mit internationalen Sanktionen gegen die USA?

Jeder der sich gegen die Weltherrschaftsansprüche der USA und die wirtschaftlichen Interessen der US-Konzerne stellt, muss mit „Strafmaßnahmen“ durch die „westliche Wertegemeinschaft“ rechnen. Dass Washington dabei Ankläger, Richter und Henker gleichzeitig spielt, daran scheinen sich offenbar nur die wenigsten der „Alliierten“ der USA zu stören.

Doch während sich die Amerikaner weltweit wie der berüchtigte Elefant im Porzellanladen aufführen können, Kriegsverbrechen am laufenden Band begehen, Menschenrechtsverletzungen ebenso und unliebsame Regierungen mit allen möglichen Mitteln stürzen, werden jene Länder bestraft, die sich nicht an jene unfairen Spielregeln halten, die von den Amerikanern zu eigenen Gunsten aufgestellt wurden.

Eigentlich wäre es an der Zeit, den Amerikanern die eigene Medizin zu verabreichen, die sie sonst gerne den anderen aufzwingen: Sanktionen. Politischer, wirtschaftlicher und finanzieller Natur. Auch wenn dies wahrscheinlich zumindest für eine Weile auch entsprechend negative wirtschaftliche Konsequenzen mit sich brächte – doch wie sonst kann man dafür sorgen, dass sich das außenpolitische Verhalten der Amerikaner ändert?

Stück für Stück, Schritt für Schritt sollen die Amerikaner erkennen, dass sie nicht über Recht und Gesetz stehen und die internationalen Vereinbarungen auch von ihnen eingehalten werden müssen. Genauso, wie auch US-Bürger für ihre Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen verurteilt und inhaftiert werden müssen, nicht nur jene von angeblichen Schurkenstaaten.

Wenn die EU, Japan, China, Russland und andere Staaten beginnen, umfangreiche Sanktionen gegen die USA zu verhängen, dann wäre die US-Wirtschaft in kürzester Zeit am Boden. Kombiniert mit der Aufforderung, sämtliche US-Militärbasen zu räumen und sämtliche US-Truppen abzuziehen, wäre das US-Imperium binnen kürzester Zeit erledigt. Aber für so einen Schritt sind die meisten der Politiker einfach zu feige.


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