Xavier Naidoo: Medienhetze offenbart wahren Geist

von Lotar Martin Kamm

Die geballte Kraft der Medienhetze bekommt derzeit kein geringerer als der gebürtige Mannheimer Soul- und R&B-Sänger Xavier Naidoo zu spüren, offenbaren sie erneut ihren wahren Geist, wie schon bei etlichen anderen Beispielen wir nur zu genau wissen. Denken wir an den Putin-Shitstorm oder an Eva Herman.

10646770_573563196103994_3927404910855262624_n-620x264Stets, wenn Verunglimpfen mehr Leserzahlen bringt, eine Differenzierung ohnehin nicht gewollt, beweisen die sogenannten Mainstream-Medien ihre eigentlichen Beweggründe, sind sich entschlossen einig, wie man am Besten die nächste Sau durchs Dorf treibt. Dabei sollten sie bestenfalls das Negativ-Beispiel eines „BILD-Stils“ vor Augen haben, welches nun wahrlich genug Kritiker hervorrief. Das scheint heute der Vergangenheit anzugehören, mehr denn je darf man vermuten, sie blasen zum letzten Gefecht, ehe sie in der Versenkung entschwinden. Was bahnt sich da an?

Schubladen allerorten, die wahllos sich aufziehen lassen

Und darin sind die Mainstream-Medien besonders erfindungsreich, obwohl immer dieselbe Masche angewandt wird. Solange die Konsumenten weiterhin dem Blätterwald vertrauen, fällt den Medienmachern nichts besseres ein, als diesen simplen Kurs fortzufahren.

Wer nicht ins Weltbild paßt, den Vorgaben, die meist äußerst nachhaltig parteipolitisch bestimmen, wer was wann äußern sollte, dem werden abtrünnige Meinungen schnell zum Verhängnis: Schublade auf, Zettelchen Verschwörungstheorie herausnehmen, Schublade zu. Das gleiche gilt für rechtes Gedankengut, nur weil Xavier Naidoo nach dem sogenannten Reichsbürgerauftritt bemerkte, er gehe auch auf die NPD zu. Na und? Reden verboten, Diskussionen erst gar nicht zulassen? Das bestimmen demokratisch legitimierte Medien? Befremdlich, obwohl der Focus letztlich bekannt dafür ist. Zumal Xavier Naidoo in Wirklichkeit auf alle Menschen zugeht, keinerlei Berührungsängste hat, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Wenn jemand die USA zu Recht kritisiert, den bezeichnet die Springer-Presse schnell als „gefallenen Engel“ oder gar als Prophet des rechten Glaubens. Da wird dann einfach in den Zeilen behauptet, er sei nie ernst genommen worden mit seinen Botschaften in seinen Liedern. Aha, können sich rund neun Millionen Fans dermaßen irren, daß sie nur den Klängen seiner Stimme lauschen, um gleichzeitig die Texte zu mißachten? Mitnichten! Aber Medien rücken sich das kurzerhand zurecht, sehr wohl wissend, daß im Kollektiv die anderen Blätter den Stil nachäffen, weil es so schön paßt.

Meinungsfreiheit in Frage gestellt, wenn die Meute das verlangt?

Das jedenfalls hat kürzlich Xavier Naidoo berechtigterweise in einem Interview des Südwestrundfunks mockiert, und setzte einen drauf, in dem er ergänzte, Angela Merkel könne sich auch nicht aussuchen, vor wem sie spreche, schrieb T-Online. Selbstverständlich, das gilt für alle Redner, Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Aber was bedeutet das eigentlich für eine Gesellschaft, wenn in ihr kritische Stimmen allzu schnell medial verunglimpft werden, ihnen quasi ein Maulkorb verpaßt wird, weil der Gegenwind zu heftig? Allesamt hörig, Obama-geeicht? Wer nicht die Mehrheit hofiert, sondern es wagt, auch mal Minderheiten anzuhören, teilweise deren berechtigte Kritik unterstützt, wird sofortigst in entsprechende Schublade absortiert und breitgefächert an den medialen Pranger gestellt, Hauptsache möglichst langatmig schadenfroh belächelt oder gar beschimpft. Andererseits bemerken wache Geister, was hier verkehrt läuft, hinterfragen diese Vorgänge, das kann ebenso ein Stoppen der Kommentare nicht verhindern, der Unmut bleibt.


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