Zwischen Kind und Beruf: die Volksvernichtung

von Joachim Sondern

Wer inmitten dieses Systems ein Kind in die Welt setzt, muss extrem starke Nerven besitzen, sich gegen entsprechende Systemeinflüsse von Beginn an durchsetzen können, denn heutige Strukturen sind bewusst so konzipiert, daß Eltern möglichst schnell das Handtuch werfen und aufgrund massiver Überlastung ihr Kind in fremde Staatshände geben, meist begleitet von Existenzängsten, seine Familie ansonsten kaum ernähren zu können.

Familie-620x264Doch wie viel Lebensqualität verbleibt, wenn keinerlei gesunder, entspannter Freiraum für Familiengründungen existiert? Volksvernichtung beginnt folglich bei herrschender Arbeitsmarkt- sowie Familienpolitik. Etliche junge Paare träumen trotz aller Widrigkeiten vom eigenen Kind, wollen glückliche Kinderaugen erleben, wundervolle Augenblicke genießen. Wäre da nicht das allseits bekannte Berufsleben, begleitet vom implementierten Lohnzerfall, wodurch insbesondere junge Menschen dreifache Arbeitsleistung erbringen müssen, damit sie geradeso überleben. Für Sparanlagen oder langfristige Planungen bleibt keinerlei Platz.

Generationenvertrag im Familiensinn gebrochen

Auch Arbeitsmarkterpressung würde Familiengründungen mitunter schwer verhindern können, sofern Generationsverträge überlebt hätten, getreu dem Motto „alle unter einem Dach“. Früher behüteten Opa sowie Oma ihre Enkelkinder, sobald Eltern zur Arbeit gingen. Heutzutage sitzen jene allerdings meist im Altersheim, schließlich muss unter Zeitdruck Karriere gemacht werden, ganz gleich, welche Liebsten Mensch dafür opfert. Hauptsache schneller, höher, weiter.

Dem erliegen leider ebenso Neugeborene. Bekommen Paare doch ein Kind, verfliegt deren Euphorie meist schnell. Nach einigen Monaten erdrücken berufliche Verpflichtungen Eltern oftmals, folglich wird Babygeschrei als nervig empfunden, obgleich diese Mitteilungsart natürlicher Entwicklungsprozesse entspringt.

Davon wollen oberflächliche Sklaven aber keineswegs etwas wissen, betäuben Kinder manches Mal gar samt Ritalin und anderen bekannten Beruhigungsmitteln. Forschungsdrang, Neugier, Bedürfnis nach Nähe – plötzlich ist all das angeblich „abnormal“, hyperaktiv. Spielplätze gleichen verkommenen Müllhalden, Nachbarn äußern Beschwerden hinsichtlich Babygeschrei, Systemdiener indoktrinieren Heranwachsenden absoluten Industriegehorsam.

Sozial kalte Welt

Leider haben unzählige Menschen ihre eigenen Träume begraben, Kindesempfindungen vollends abgestellt, obwohl gerade unbedarfte Kinderträume im Alter Seelen jung halten, Körperfunktionen energetisch stützen. Kind sein innerhalb geistiger Welten geriet außer Mode, da aufgezwungener Zeitgeist so etwas abwertet. Wenige leben entgegen perverser Systemvorgaben unabhängig, leben einzig für ihre Kinder, verstehen deren Bedürfnisse aufgrund erhaltener, aufrechter Gefühle.

Kinder halten Erdressourcen am Leben, schenken unvergessliche Momente, erfreuen das Herz. Nie wieder spürt man solch enorme Kraft. Sie dürfen dieser kranken Welt nicht einfach schutzlos ausgeliefert werden. Eigene Bildungskreise müssen her, der Wille, seinem Kind jedwede Türen aufzuzeigen, fernab des Systems. Wer Systemherrscher fürchtet, liefert unschuldige Kinder aus. Jede weinende Kinderseele ist eine zu viel!


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