Zwischenruf: Polizist packt aus – Jetzt ist er arbeitslos

Von D. Reitzenstein

Ein Polizist wagt es auszusprechen, was viele denken. Nun hat er keinen Job mehr.

Sven Kleuckling ist in den sozialen Netzwerken zur Zeit einer der bekanntesten Polizisten in Deutschland. Er wagte es Anfang des Monats, seine Gedanken über die Regierung und über seine Arbeit als Polizist in einem Kommentar auf Facebook freien Lauf zu lassen.

Er ließ verlauten, dass er keine Lust mehr hat, für eine fehlerhafte Regierung seinen Kopf hinzuhalten. So beklagte er sich über einige Fehlentscheidungen der Regierung des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, dass hauptsächlich am falschen Ende gespart würde und die Regierenden sich immer mehr die eigene Tasche füllen. Er fühlte sich nicht mehr wohl mit seiner Arbeit, da er im Auftrag der Regierung kein Polizist für das Volk gewesen ist, sondern gegen das eigene Volk. So beklagte er sich, dass er einmal einen 73 Jährigen, der von seinem Land in Stich gelassen wurde, wegen Diebstahl von Alkohol für 30 Tage in Bau stecken musste.

Für Sven Kleuckling sollte diese Meinungsäußerung ein Befreiungsschlag gewesen sein, nur kostete es ihm die Arbeitsstelle. Statt dass seine Vorgesetzten und die Polizeiführung von Sachsen-Anhalt mit ihm das Gespräch suchten, kündigten sie ihm per Einschreiben. Er solle umgehend seine polizeiliche Ausrüstung und den Dienstausweis bei seinem Vorgesetzten abgehen. Gleichzeitig wurde ihm eine Verbotsverfügung gesendet, dass er keine polizeilichen Behörden, außer er wird vorgeladen oder es geht um polizeiliche Belangen, die man als Bürger hat, in Sachsen-Anhalt zu betreten hat. So soll womöglich verhindert werden, dass Sven Kleuckling seine ehemaligen Kollegen noch zum selben Schritt gegen die Landesregierung animiert.

Sven Kleuckling ist nicht der erste Polizist, der seinen Weg an die Öffentlichkeit sucht und Missstände ans Tageslicht bringt. Auch nicht der letzte, denn immer wieder treten Polizisten vor die Öffentlichkeit und beschweren sich darüber, dass sie sich von der Politik und von Polizeiführung im Stich gelassen fühlen und sich dringend etwas ändern muss. Jeder einzelne Polizist muss das Risiko einer Kündigung in Kauf nehmen, wenn er das ausspricht, was der Regierung oder Polizeiführung nicht gefallen könnte.

Durch Androhungen oder Durchführung von Kündigungen versucht das System ihre staatlichen Bediensteten zum Schweigen zu bringen. Das System will in keiner Weise, dass man ihnen Fehlentscheidungen oder andere andere Arten von Versagen, durch staatliche Bedienstete vorwirft. Durch solche Äußerungen von staatlichen Bediensteten könnte das System ja in ein schlechtes Licht gerückt werden, da sie interne Informationen haben und wissen, wie es in der Regierung und Polizeiführung läuft.

Wir rufen alle aktuellen Systemknechte, egal ob Polizisten, Richter, Staatsanwälte oder andere staatliche Bedienstete dazu auf: Sprengt eure Ketten und befreit euch von dieser Systemknechtschaft!


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